Mehrjährige Haftstrafen für zwei rechte Schläger

Übergriffe auf Linke in Bitterfeld-Wolfen

04.01.2016 18:52 Uhr | Aktualisiert 04.01.2016 19:15 Uhr


«Justitia» ist die Göttin der Justiz und der Gerechtigkeit. (BILD: dpa/Symbol)

Nach mehreren gewaltsamen Übergriffen auf Angehörige der linken Szene in Bitterfeld-Wolfen sind fünf Männer verurteilt worden. Der Hauptangeklagte muss für vier Jahre hinter Gitter.

Bitterfeld/Dessau.Im Prozess gegen fünf Männer aus Bitterfeld-Wolfen wegen Übergriffen auf Leute aus der linken Szene sind am Montagnachmittag alle Angeklagten verurteilt worden. Der Hauptangeklagte muss vier Jahre Haft absitzen. Neben einer weiteren mehrjährigen Haftstrafe wurden zwei Bewährungsstrafen und einmal Jugendarrest verhängt. (mehr…)

Zeuge war mit Situation überfordert

Brandanschlag auf AKW in Bitterfeld

21.12.2015 12:13 Uhr | Aktualisiert 21.12.2015 12:44 Uhr


Kurz nach Mitternacht ging der Wohnwagen in Flammen auf. (BILD: Privat)

Von thomas steinberg
Beim Brandanschlag auf das AKW in Bitterfeld fotografierte ein Bewohner das Feuer, unhterließ aber jede Hilfeleistung. Seine vagen Aussagen vor Gericht lässt die Verfahrensbeteiligten ratlos zurück.

Zörbig/Dessau.Ein im Internet kursierendes Foto ließ es vermuten: Für das von Brandsätzen ausgelöste Feuer im Bitterfelder Alternativen Kulturwerk (AKW) könnte es einen weiteren Zeugen geben. Denn sowohl der Entdecker des Brandes als auch die Eigentümerin des angesteckten Wohnwagens hatten bestritten, Fotos gemacht zu haben. Was durchaus plausibel klang – beide waren mit Löscharbeiten beschäftigt. (mehr…)

Zeuge sieht Hitler-Bilder als „Spaß“

Prozess nach Brandanschlägen auf AKW Bitterfeld

18.12.2015 14:51 Uhr | Aktualisiert 18.12.2015 17:05 Uhr

Eines der Zeichen mutmaßlich rechter Gewalt: Im April 2015 wurde ein üblicherweise von Alternativen bewohnter Wohnwagen angezündet.
(BILD: Georg Wenzel)

Beim Prozess wegen des Brandanschlags auf das Alternative Kulturwerk (AKW) widerspricht sich ein Zeuge in seinen Aussagen. Hitler-Bilder und Nazi-Symbole, die er und die Angeklagten sich in einer WhatsApp-Gruppe gegenseitig geschickt hatten, bezeichnet der 17-Jährige als „schwarzen Humor“.

Zörbig.Ein Zeuge im Bitterfelder AKW-Fall hatte bei der Polizei behauptet, zwei der inzwischen vorm Landgericht Dessau Anklagten hätten vierzehn Tage vor dem zweiten (gescheiterten) Brandanschlag angekündigt, „eine Aktion am AKW“ starten zu wollen. Bei seiner Vernehmung vor Gericht relativierte er diese Behauptung jedoch, wollte sich an seine Aussage nicht erinnern. Es könne ebenso sein, dass er bei der Polizei gelogen habe, wofür er allerdings keinen Grund zu nennen wusste. Der mit beiden Angeklagten bekannte, beziehungsweise befreundete 17-Jährige machte auch ansonsten erhebliche Erinnerungslücken geltend und widersprach sich immer wieder. (mehr…)

„Wer auf uns schießt, muss damit rechnen, dass wir auf ihn schießen“

Demo von Rechtsextremen in Wolfen

12.12.2015 14:46 Uhr

Mit Fackeln versammelten sich Anhänger von Brigade, NPD und Die Rechte. (BILD: Michael Maul)

Von Lisa Garn
Wurden Gegendemonstranten bei einer Versammlung von Rechtsextreme in Wolfen mit Gewalt bedroht? Diesem Hinweis geht nun die Polizei nach. Auf der Demo wurde auch offen ausländerfeindlich gehetzt.

Wolfen. Nach einer Versammlung von Rechtsextremen in Wolfen geht die Polizei Hinweisen nach, dass Gegendemonstranten mit Gewalt bedroht worden sein sollen. „Es wird mit der Staatsanwaltschaft geprüft, ob strafrechtliche Relevanz besteht“, so Maik Strömer von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost. (mehr…)

Nazis halluzinieren von „Drive by Shootin“ in Dessau

Polizei findet keine Hinweise

Gab es Schüsse in der Dessauer Albrechtstraße?

06.12.2015 19:23 Uhr


Ein Einschussloch? Die Polizei hat keine Projektile gefunden. (BILD: BRACHERT)

Samstagnacht sollen in Dessau-Nord Schüsse gefallen sein. Drei Personen gaben an, aus einem dunklen Fahrzeug heraus beschossen worden zu sein. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, aber keine Hinweise gefunden.

DESSAU. Die Polizei in Dessau ermittelt seit Samstagnacht wegen einer Schießerei, die sich gegen 23 Uhr in der Dessauer Albrechtstraße in Höhe des dortigen Antik-Pubs zugetragen haben soll. Drei Dessau-Roßlauer hatten die Tat am Sonntag gegen 1 Uhr und damit zwei Stunden später im Dessau-Roßlauer Polizeirevier in der Wolfgangstraße angezeigt. Das Trio gab an, dass man aus einem haltenden dunklen Fahrzeug, wahrscheinlich einem S-Klasse-Mercedes, beschossen worden sei. Der oder die Täter hätten gebrochen Deutsch gesprochen.

Keine Spuren am Tatort

Alle Ermittlungen seien bislang ohne Ergebnis geblieben, erklärte die Polizeidirektion auf Nachfrage. „Die Spurensicherung hat keine Patrone und kein Projektil am Tatort gefunden“, sagte Polizei-Sprecher Ralf Moritz. Vor Ort seien sogar Polizeihunde zum Einsatz gekommen. (mehr…)