Archiv der Kategorie 'Presseberichte'

„Wer auf uns schießt, muss damit rechnen, dass wir auf ihn schießen“

Demo von Rechtsextremen in Wolfen

12.12.2015 14:46 Uhr

Mit Fackeln versammelten sich Anhänger von Brigade, NPD und Die Rechte. (BILD: Michael Maul)

Von Lisa Garn
Wurden Gegendemonstranten bei einer Versammlung von Rechtsextreme in Wolfen mit Gewalt bedroht? Diesem Hinweis geht nun die Polizei nach. Auf der Demo wurde auch offen ausländerfeindlich gehetzt.

Wolfen. Nach einer Versammlung von Rechtsextremen in Wolfen geht die Polizei Hinweisen nach, dass Gegendemonstranten mit Gewalt bedroht worden sein sollen. „Es wird mit der Staatsanwaltschaft geprüft, ob strafrechtliche Relevanz besteht“, so Maik Strömer von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost. (mehr…)

Nazis halluzinieren von „Drive by Shootin“ in Dessau

Polizei findet keine Hinweise

Gab es Schüsse in der Dessauer Albrechtstraße?

06.12.2015 19:23 Uhr


Ein Einschussloch? Die Polizei hat keine Projektile gefunden. (BILD: BRACHERT)

Samstagnacht sollen in Dessau-Nord Schüsse gefallen sein. Drei Personen gaben an, aus einem dunklen Fahrzeug heraus beschossen worden zu sein. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, aber keine Hinweise gefunden.

DESSAU. Die Polizei in Dessau ermittelt seit Samstagnacht wegen einer Schießerei, die sich gegen 23 Uhr in der Dessauer Albrechtstraße in Höhe des dortigen Antik-Pubs zugetragen haben soll. Drei Dessau-Roßlauer hatten die Tat am Sonntag gegen 1 Uhr und damit zwei Stunden später im Dessau-Roßlauer Polizeirevier in der Wolfgangstraße angezeigt. Das Trio gab an, dass man aus einem haltenden dunklen Fahrzeug, wahrscheinlich einem S-Klasse-Mercedes, beschossen worden sei. Der oder die Täter hätten gebrochen Deutsch gesprochen.

Keine Spuren am Tatort

Alle Ermittlungen seien bislang ohne Ergebnis geblieben, erklärte die Polizeidirektion auf Nachfrage. „Die Spurensicherung hat keine Patrone und kein Projektil am Tatort gefunden“, sagte Polizei-Sprecher Ralf Moritz. Vor Ort seien sogar Polizeihunde zum Einsatz gekommen. (mehr…)

Alkoholkonsum wird geprüft

Prozess vor Landgericht Dessau

04.12.2015 18:01 Uhr


Justitia (BILD: MZ/ARCHIV)

Der Prozess zum Brandanschlag auf das Alternative Kulturwerk läuft weiterhin – und tritt auf der Stelle. Nun sollen die Trinkgewohnheiten der Angeklagten die Verhandlungen vorantreiben.

Zörbig/Dessau.Im Verfahren um die Brandanschläge auf das Alternative Kulturwerk (AKW) in Bitterfeld sollen zwei Angeklagte auf ihre Gewohnheiten beim Alkoholkonsum untersucht werden. Dies soll bei der Klärung der Frage helfen, ob die beiden bei der Tat am 18. April voll schuldfähig waren oder nicht. Entsprechende Anträge waren von der Verteidigung am Landgericht Dessau eingebracht worden. (mehr…)

Angriff auf politische Gegner?

Brandanschlag auf linkes Zentrum in Bitterfeld

20.11.2015 11:09 Uhr | Aktualisiert 20.11.2015 22:50 Uhr

Prozessauftakt mit vier Angeklagten aus Zörbig (BILD: THOMAS RUTTKE)

VON LISA GARN
Am Dessauer Landgericht hat der Prozess gegen vier Zörbiger begonnen, die zwischen 25 und 30 Jahre alt sind. Zwei Angeklagte räumen den Anschlag auf das Alternative Kulturwerk in Bitterfeld ein. Sie geben auch einen Einblick in ihr Weltbild.

ZÖRBIG/BITTERFELD.Sie kamen nachts im April und warfen Molotowcocktails über die Mauer des Alternativen Kulturwerks (AKW) in Bitterfeld. Ein Wohnwagen fing Feuer. Im Mai standen zwei Männer erneut mit Brandsätzen vor dem AKW. Es blieb bei einem Versuch. Sieben Monate nach den Angriffen hat am Freitag am Landgericht Dessau der Prozess gegen vier Männer im Alter von 25 bis 30 Jahren begonnen. Laut Anklage sollen sie der rechten Szene Zörbigs zugehören und die Taten mit dem Ziel begangen haben, linksorientierte Bewohner des AKW anzugreifen. Deren Tod hätten sie dabei billigend in Kauf genommen. (mehr…)

Morddrohung gegen Landrat Uwe Schulze

Anhalt-Bitterfeld

18.11.2015 22:50 Uhr | Aktualisiert 19.11.2015 12:47 Uhr

Der Landrat des Landkreises Anhalt-​Bitterfeld, Uwe Schulze (CDU). (BILD: KEHRER/ARCHIV)

VON LISA GARN
Ein Mann kündigt telefonisch an, den Landkreis-Chef und andere Mitarbeiter zu erschießen. Offenbar nicht zum ersten Mal. Der Justiz sind jedoch die Hände gebunden.

BITTERFELD.Der Anhalt-Bitterfelder Landrat Uwe Schulze (CDU) hat Morddrohungen erhalten. Auch gegen Mitarbeiter der Verwaltung wurde Gewalt angekündigt. Das hat Schulze auf MZ-Anfrage bestätigt. So soll am Mittwochvormittag ein Mann im Landratsamt telefonisch gedroht haben, den Landrat und Mitarbeiter am Verwaltungsstandort in Bitterfeld zu erschießen. Der offenbar psychisch kranke Mann erklärte, Waffen zu besitzen, mit denen er die Personen töten wolle. (mehr…)