Archiv für Juni 2015

Spendenaufruf für die betroffenen der rechter Angriffe in Bitterfeld

Hier ein gemeinsamer Spendenaufruf der Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt für die Betroffenen neonazistischer Angriffe in Bitterfeld-Wolfen

Politische und materielle Solidarität für einen Ort nicht-rechter, alternativer Jugendkultur!

In der Nacht zum 18. April 2015 verübten bislang unbekannte Täter einen Brandanschlag auf einen Wohnwagen auf dem Gelände des Alternativen Kulturwerks (AKW) in Bitterfeld-Wolfen. Nur durch einen glücklichen Zufall hielt sich die Person, die in dem Wohnwagen normalerweise lebt und arbeitet, in dieser Nacht nicht im Wagen auf. Der Wohnwagen wurde durch den Anschlag total zerstört.
Das AKW Bitterfeld-Wolfen ist einer der wenigen Orte im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, in dem sich Flüchtlinge und nicht-rechte, alternative und antifaschistische Jugendliche und Erwachsene vor rechten Angriffen und rassistischen Diskriminierungen sicher fühlen. Der Wohn- und Arbeitsort von einem Dutzend jungen Frauen und Männern, die durch Kultur- und Werkstattangebote einen nicht-kommerziellen und neonazi-freien Raum geschaffen haben, existiert seit 18 Jahren. Nun ist dieser Raum akut bedroht.
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Kundgebung gegen linke Gewalt – wenn Neonazis Lügen

Morgen, am Montag dem 08. Juni 15, soll erneut eine Neonazikundgebung auf dem Bitterfelder Marktplatz stattfinden. Unter dem Label „Freie Nationalisten Bitterfeld“ – FNB sollen Bitterfelder Bürger über angebliche linke Gewalttaten aufgeklärt werden. Mobilisiert wird maßgeblich über das Facebook-Profil der neonazistischen Struktur „Brigade Bitterfeld“, die sich maßgeblich auch hinter den FNB verbergen. Von 12-17h wollen sie Bitterfelder Bürger mit ihren kruden Thesen über angebliche linke Gewalt „informieren“.


eindeutiger Gewaltaufruf auf der Facebook Seite der „Brigade Bitterfeld“
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Gibt es eine falsche oder richtige Wortwahl für eine rassistische Einstellung?

Der Sandersdorfer Arzt Peter Glaß distanzierte sich in den letzten Tagen eher halbherzig von seinen rassistischen Äußerungen gegenüber geflüchteten Menschen aus Bitterfeld. In den zahlreichen Kommentaren oder den Weiterleitungen eines Facebook-Postings von Peter Glaß wurden teils unverhohlen Beleidigungen, Verleumdungen oder Gewaltphantasien bis hin zu Mordaufrufen wie „… schlag ihn tot die Schwarze Sau“, unwidersprochen öffentlich getätigt oder für gut befunden.

Nachdem wir über diese öffentliche Hetze, hier auf unserem Portal Bitterfeld-rechtsaussen.blogsport.de, berichteten, Kommentare in Auszügen zitierten und damit dokumentierten und eine Strafanzeige erstattet wurde, löschte Peter Glaß das Posting, mit zum Teil strafrechtlich relevanten Kommentaren und entfernte damit auch alle folge Kommentare aus dem Netz. (mehr…)

Angriffe, bedrohungen und Brandanschläge – Bitterfeld in den letzten 3 Monaten

Hier dokumentieren wir einen ausführlicher Artikel der Mitteldeutschen Zeitung zur bisherigen Entwicklung der rechten Bedrohung in Bitterfeld:

Bitterfeld im Ausnahmezustand

03.06.2015 09:42 Uhr

Eines der Zeichen mutmaßlich rechter Gewalt: Im April wurde ein üblicherweise von Alternativen bewohnter Wohnwagen angezündet. (BILD: GEORG WENZEL)

VON KATRIN LÖWE
Seit Monaten häufen sich in Bitterfeld-Wolfen Übergriffe und Anschläge. Beobachter sehen einen Zusammenhang mit Versuchen rechtsextremer Parteien, dort Fuß zu fassen.

Bitterfeld-Wolfen. Die Seite im sozialen Netzwerk Facebook ist wenige Tage alt, aber die Worte sind deutlich: „Genug gespielt! – Jetzt folgen Konsequenzen!“ oder „an die Waffen los!“. Ein Nutzer postet den Slogan „Hass ist unser Gebet, Rache unser Kampfgeschrei“. Die Drohungen richten sich gegen die linke Szene in Bitterfeld-Wolfen -und stammen von der „Brigade Bitterfeld“. Ende Mai hat sie sich als Pendant zur rechtsextremen Hooligan-Gruppierung „Brigade Halle“ gegründet, die seit Monaten vor allem gegen Sinti und Roma in Halle Stimmung macht. (mehr…)

Erneut versuchten Neonazis das AKW Bitterfeld anzugreifen

Alternatives Kulturwerk in Bitterfeld

Zwei Männer nach versuchtem Brandanschlag in U-Haft

02.06.2015 14:57 Uhr | Aktualisiert 02.06.2015 17:58 Uhr

VON LISA GARN
Die Männer, die am Sonntag in Bitterfeld verhaftet wurden, sitzen nun in Untersuchungshaft. Bei ihnen wurden Molotow-Cocktails gefunden. Das AKW geht von einem versuchten Brandanschlag aus.

Bitterfeld. Der fatale Verdacht hat sich bestätigt: Am Wochenende wollten zwei Männer offensichtlich erneut mit Molotowcocktails einen Brandanschlag auf das Alternative Kulturwerk (AKW) in Bitterfeld verüben. „Die Umstände sprechen dafür, dass der versuchte Anschlag rechts motiviert ist“, sagte Frank Pieper, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau. „Letzte Sicherheit besteht aber erst mit einem rechtmäßigen Urteil.“ Die 26 und 30 Jahre alten Männer sitzen seit Montag in Untersuchungshaft. Ihnen wird versuchte schwere Brandstiftung vorgeworfen. (mehr…)