Die AfD rettet das Volk, ob es will oder nicht!

Stimmungsbeschreibung nach der Oberbürgermeisterwahl in Bitterfeld Wolfen.

Molotow-Cocktail als Auslöser bestätigt

Prozess um Anschlag auf Bitterfelder AKW

22.01.2016 17:16 Uhr


Eines der Zeichen mutmaßlich rechter Gewalt: Im April 2015 wurde ein üblicherweise von Alternativen bewohnter Wohnwagen angezündet.

Von Thomas Steinberg
Ein Gutachter rekonstruiert den Ablauf des Brandanschlags auf das Alternative Kulturwerk (AKW) in Bitterfeld im April vorigen Jahres. Betroffene kritisieren nun eine Boulevard-Zeitung, die das AKW selbst als Täter beschuldigte.

Bitterfeld/Dessau.Der Brand eines Wohnwagens im Bitterfelder Alternativen Kulturwerk (AKW) wurde höchstwahrscheinlich unmittelbar von einem Molotow-Cocktail ausgelöst. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten des Landeskriminalamtes, das gestern beim Prozess gegen vier der Brandstiftung angeklagten Zörbiger vorgestellt wurde. (mehr…)

Hetze gegen Betroffene von Brandanschlag in Bitterfeld


Artikel der BILD Halle

Auf Facebook formiert sich aktuell ein virtueller Mob gegen das, im letzten Jahr zweimal mit Brandsätzen angegriffene, Alternative Kulturwerk – AKW in Bitterfeld. Vorangegangen war ein Artikel der Bildzeitung Regionalausgabe Halle/Saale. Unter der Überschrift „Fachten die Linken das Feuer selbst an?“ halluziniert der Autor Thilo Scholtyseck scheinbar, von Aussagen eines angeblichen Brandgutachters.

Ein solcher Gutachter war jedoch bisher noch gar nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem Landgericht Dessau. So Schreibt das AKW in einer Pressemitteilung: „Entgegen der Darstellung der Bildzeitung vom 19.01.16, waren im Prozess wegen der Brandanschläge auf unser Gelände im vergangenen Jahr, noch keinerlei Brandgutachten Gegenstand des laufenden Verfahrens. Bisher wurden weder Gutachter befragt noch waren schriftliche Gutachten zum Brandhergang oder Schadensbild, bisheriger Gegenstand der Hauptverhandlung“. (mehr…)

Pressemitteilung des AKW zu Bild-Artikel

Heute erschien in der Regionalausgabe Halle/Saale der Bildzeitung, ein Artikel, in dem scheinbar unhaltbare Unterstellungen gegen das Alternative Kulturwerk erhoben werden. Wir veröffentlichen an dieser stelle eine Pressemitteilung des AKW.

Pressemitteilung des AKW Bitterfeld zur aktuellen Berichterstattung der Bild Regionalausgabe Halle/Saale.

Unter der Schlagzeile „Fachten die Linken das Feuer selbst an?“ veröffentlichte die Bildzeitung Regionalausgabe Halle/Saale am 19.01.16 einen Artikel von Thilo Scholtyseck. Im Artikel wird mit Verweis auf einen angeblichen Brandgutachter erklärt: „Doch der enorme Brandschaden – ein Wohnwagen wurde völlig zerstört – geht nicht auf das Konto des angeklagten Neonazi-Quartetts. Das bestätigte ein Brandgutachter.“

Entgegen der Darstellung der Bildzeitung vom 19.01.16, waren im Prozess wegen der Brandanschläge auf unser Gelände im vergangenen Jahr, noch keinerlei Brandgutachten Gegenstand des laufenden Verfahrens. Bisher wurden weder Gutachter befragt, noch waren schriftliche Gutachten zum Brandhergang oder Schadensbild bisheriger Gegenstand der Hauptverhandlung.

Von einer, im Artikel behaupteten „Wende“ im Prozess kann keine Rede sein.
Wir wehren uns eindeutig gegen die, in diesem Artikel erhobenen Vorwürfe, welche jeder realistischen Wahrnehmung der bisherigen Prozesstage widersprechen.

Die bewusste Umkehr von Tätern und Betroffenen ohne jegliche greifbare Grundlagen und die klar erkennbare Unkenntnis der bisherigen Fakten, geben uns weitere Anhaltspunkte diesen Artikel auch als grobe Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht einzuordnen.

Derzeit prüfen wir unsererseits rechtliche Schritte und behalten uns außerdem eine Beschwerde beim Deutschen Presserat wegen Verstoß gegen den Deutschen Pressekodex vor.

Dieser beinhaltet unter Ziffer 2 unter anderem:
„Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.“

Angeklagter war bei Brandanschlag betrunken

Alternatives Kulturwerk Bitterfeld


Unmittelbar nachdem ein Täter von der Polizei gestellt worden war, ergab ein Atemalkoholtest bei ihm einen Wert von 2,4 Promille. Dieser Wert und sein Verhalten gegenüber den Polizisten könnten darauf hindeuten, dass sich der Angeklagte wegen seiner Alkoholisierung nicht mehr voll im Griff gehabt habe.(BILD: Reiinke/Archiv)

Von Thomas Steinberg
Einer der Angeklagten im Prozess zu den Brandanschlägen auf das Alternative Kulturwerk Bitterfeld war zum Tatzeitpunkt betrunken. Das Landgericht beschäftigt sicht deshalb mit der Frage: War er voll schuldfähig oder nicht?

Bitterfeld/Dessau.Der Prozess wegen der Brandanschläge gegen das Alternative Kulturwerk (AKW) in Bitterfeld kommt nur langsam voran. Am diesmaligen Verhandlungstag am Landgericht in Dessau ging es vor allem um die Frage, ob einer der Angeklagten zum Tatzeitpunkt voll steuerungsfähig war oder nicht.

Denn unmittelbar nachdem er von der Polizei gestellt worden war, ergab ein Atemalkoholtest bei ihm einen Wert von 2,4 Promille. Dieser Wert und sein Verhalten gegenüber den Polizisten könnten darauf hindeuten, dass sich der Angeklagte wegen seiner Alkoholisierung nicht mehr voll im Griff gehabt habe, meinte die Psychiaterin im Prozess. (mehr…)